Alle ent­de­cken das Tele­fon wie­der. Gute Ver­triebs­teams hat­ten es nie weg­ge­legt. Denn Lin­ke­dIn und ande­re sozia­le Medi­en schaf­fen Sicht­bar­keit – Gesprä­che schaf­fen Klar­heit. Der Hörer ist zurück, obwohl er nie weg war.

📋 Zusam­men­fas­sung

Gera­de wird auf Lin­ke­dIn das Tele­fon als Neu­ent­de­ckung gefei­ert – dabei hat­ten pro­fes­sio­nel­le Ver­triebs­teams den Hörer nie weg­ge­legt. Die­ser Bei­trag ord­net die Debat­te ein: Lin­ke­dIn, Con­tent, E‑Mail, KI und Auto­ma­ti­on schaf­fen Sicht­bar­keit und Reich­wei­te, aber Sicht­bar­keit allein ist noch kein Ver­trieb. Erst der per­sön­li­che Dia­log macht aus einem Daten­satz einen qua­li­fi­zier­ten Kon­takt. Sie erfah­ren, an wel­chen Stel­len eines Mul­tich­an­nel-Pro­zes­ses das Tele­fon das ent­schei­den­de Bin­de­glied ist, wie Sie mit BANT und einer ABC-Ein­tei­lung qua­li­fi­zie­ren – und war­um Ihre nächs­ten Auf­trä­ge womög­lich längst in Ihrem eige­nen CRM liegen.

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Plötzlich entdecken alle das Telefon

Es ist ein bemer­kens­wer­tes Schau­spiel. Über Jah­re hin­weg war das Tele­fon im B2B-Ver­trieb der Kanal, über den man in bestimm­ten Krei­sen nur noch mit gerümpf­ter Nase sprach. Und nun, plötz­lich, fül­len sich die­sel­ben Feeds mit einer neu­en Erkennt­nis: Man müs­se ja doch wie­der anrufen.

Damit die­ser Bei­trag kein Miss­ver­ständ­nis wird: Das ist kein Plä­doy­er, alle digi­ta­len Kanä­le abzu­schal­ten und zurück zur Wähl­schei­be zu mar­schie­ren. Es ist ein Plä­doy­er dafür, den Ver­trieb wie­der als das zu begrei­fen, was er ist – einen Pro­zess, der Men­schen und Kanä­le intel­li­gent verbindet.

ComCare 360 GmbH - Vom „Post and Pray“ zum planbaren Vertrieb: Warum das Telefon im B2B nie weg war - 2

„Post and Pray” trifft stil­le Tele­fon-Ecke: Wäh­rend der Feed vor Likes, Reich­wei­te und Fol­lo­wern glüht, war­ten Auf­trags­ein­gang und Umsatz ver­geb­lich auf ein Gespräch.

Warum die Erzählung vom Vertrieb ohne Telefon so erfolgreich war

Die The­se vom tele­fon­frei­en Ver­trieb war des­halb so erfolg­reich, weil sie einen wun­den Punkt getrof­fen hat. Denn sei­en wir ehr­lich: Kaum jemand tele­fo­niert ger­ne in einem ver­trieb­li­chen Zusammenhang.

Und das betrifft längst nicht nur die klas­si­sche Kalt­ak­qui­se. Auch der ver­ein­bar­te Rück­ruf, das Nach­fas­sen zu einem Ange­bot, der frü­he­re Inter­es­sent, der bestehen­de Kun­de – all das kos­tet Über­win­dung. Ein Bei­trag ver­fasst sich leich­ter als ein Anruf getä­tigt wird. Eine Nach­richt lässt sich in Ruhe for­mu­lie­ren, kor­ri­gie­ren und ter­mi­nie­ren. Ein Tele­fo­nat ver­langt, dass man im sel­ben Moment prä­sent ist, reagiert und mit einer ech­ten Reak­ti­on des Gegen­übers rechnet.

Die Bot­schaft „Sie müs­sen gar nicht mehr anru­fen“ war des­halb weni­ger eine ver­trieb­li­che Erkennt­nis als ein ver­lo­cken­des Ver­spre­chen. Sie befrei­te von etwas Unbe­que­mem. Dass sie so bereit­wil­lig geglaubt wur­de, sagt mehr über unser Ver­hält­nis zum Tele­fo­nie­ren aus als über die tat­säch­li­che Wirk­sam­keit von Vertriebskanälen.

Der Unterschied zwischen Sichtbarkeit und Vertrieb

Hier liegt der eigent­li­che Denk­feh­ler. Lin­ke­dIn, Con­tent und Social Media kön­nen Auf­merk­sam­keit und Sicht­bar­keit erzeu­gen. Sicht­bar­keit ist jedoch noch kein Gespräch, kei­ne Qua­li­fi­zie­rung, kein Ter­min und kein Auftrag.

Wer aus­schließ­lich Inhal­te ver­öf­fent­licht, Nach­rich­ten ver­schickt und anschlie­ßend dar­auf war­tet, dass sich schon jemand mel­den wird, betreibt kei­ne sys­te­ma­ti­sche Markt­be­ar­bei­tung. Er betreibt „Post and Pray“: pos­ten, ver­sen­den – und beten, dass etwas zurückkommt.

Das Pro­blem an „Post and Pray“ ist nicht der ein­zel­ne Bei­trag oder die ein­zel­ne Nach­richt. Das Pro­blem ist die feh­len­de Fort­set­zung. Auf­merk­sam­keit, die nicht in einen kon­kre­ten nächs­ten Schritt über­führt wird, ver­pufft. Und ein erheb­li­cher Teil des Ver­triebs­er­folgs wird so dem Zufall über­las­sen – der Hoff­nung, dass die rich­ti­ge Per­son zum rich­ti­gen Zeit­punkt den rich­ti­gen Bei­trag sieht und von sich aus aktiv wird.

Warum der Mensch an entscheidenden Stellen wichtig bleibt

Gera­de im B2B geht es sel­ten um schnel­le, aus­tausch­ba­re Käu­fe. Es geht um kom­ple­xe, erklä­rungs­be­dürf­ti­ge und wirt­schaft­lich rele­van­te Ent­schei­dun­gen. Und vor sol­chen Ent­schei­dun­gen möch­ten Geschäfts­füh­rer, Ein­kaufs­ver­ant­wort­li­che und Ver­triebs­lei­ter in aller Regel noch ein­mal per­sön­lich mit einem poten­zi­el­len Part­ner sprechen.

Dabei geht es nicht nur um sach­li­che Argu­men­te und feh­len­de Infor­ma­tio­nen. Es geht um Ver­trau­en, Ver­bind­lich­keit, Sym­pa­thie und das Gefühl, mit den rich­ti­gen Men­schen zusam­men­zu­ar­bei­ten. Die­se Dimen­si­on lässt sich aus Likes, Klicks oder auto­ma­ti­sier­ten Reak­tio­nen schlicht nicht able­sen. Sie ent­steht im direk­ten Dia­log zwi­schen zwei Menschen.

Hin­zu kommt ein oft über­se­he­ner Punkt: Vie­le rele­van­te Top-Ent­schei­der ver­brin­gen nicht ihren Tag auf Lin­ke­dIn. Sie lesen nicht jeden Bei­trag, sehen nicht jede Nach­richt und reagie­ren nicht auf jeden digi­ta­len Kon­takt­ver­such. Wer aus­schließ­lich dar­auf setzt, online wahr­ge­nom­men zu wer­den, blen­det damit einen erheb­li­chen Teil genau der Men­schen aus, die er eigent­lich errei­chen will.

Das Telefon als Teil eines Multichannel-Prozesses

Damit hier kein neu­es Miss­ver­ständ­nis ent­steht: Das Tele­fon wird nicht gegen Lin­ke­dIn, E‑Mail, Con­tent, Auto­ma­ti­on oder KI aus­ge­spielt. Im Gegen­teil. Jeder die­ser Kanä­le hat sei­ne Berech­ti­gung – und sei­ne spe­zi­fi­sche Auf­ga­be im Prozess.

Lin­ke­dIn & Social

Sicht­bar­keit & Reichweite

Con­tent

Kom­pe­tenz vermitteln

E‑Mail & Outreach

Anspra­che

Auto­ma­ti­on

Tem­po im Prozess

Künst­li­che Intelligenz

Recher­che, Prio­ri­sie­rung, Vorbereitung

Tele­fon

Klä­rung, Qua­li­fi­zie­rung, Verbindlichkeit

Lin­ke­dIn und ande­re digi­ta­le Kanä­le schaf­fen Auf­merk­sam­keit. Con­tent ver­mit­telt Kom­pe­tenz. Auto­ma­tio­nen beschleu­ni­gen Pro­zes­se. Künst­li­che Intel­li­genz recher­chiert Daten, prio­ri­siert Kon­tak­te, berei­tet Gesprä­che vor und unter­stützt Ihre Mit­ar­bei­ter. All das ist sinn­voll und modern. Aber es ersetzt nicht den Moment, in dem aus einem Kon­takt eine Bezie­hung wird.

Genau hier liegt die Rol­le des Tele­fons. Es ist weder ein ver­al­te­ter Kanal noch das neue All­heil­mit­tel. Es ist an bestimm­ten Punk­ten des Pro­zes­ses das ent­schei­den­de Bin­de­glied: zwi­schen Sicht­bar­keit und Kon­takt, zwi­schen Kon­takt und Qua­li­fi­zie­rung, zwi­schen Inter­es­se und Ter­min und zwi­schen Ter­min und kon­kre­ter Geschäftsbeziehung.

Der Hörer ist also nicht der gesam­te Ver­trieb. An den ent­schei­den­den Stel­len ist er aber der nächs­te Schritt, der alles ande­re erst wirk­sam macht.

Das Telefon als Teil eines Multichannel-Prozesses

Jeder Kanal hat sei­ne Berech­ti­gung – und sei­ne spe­zi­fi­sche Auf­ga­be im Prozess.

Lin­ke­dIn & Social

Sicht­bar­keit & Reichweite

Con­tent

Kom­pe­tenz vermitteln

E‑Mail & Outreach

Anspra­che

Auto­ma­ti­on

Tem­po im Prozess

Künst­li­che Intelligenz

Recher­che, Prio­ri­sie­rung, Vorbereitung

Tele­fon

Klä­rung, Qua­li­fi­zie­rung, Verbindlichkeit

Genau hier liegt die Rol­le des Tele­fons. Es ist an bestimm­ten Punk­ten des Pro­zes­ses das ent­schei­den­de Bindeglied.

Was sich in einem Telefonat klären lässt

Ein wich­ti­ger Punkt vor­ab, weil er so häu­fig miss­ver­stan­den wird: Tele­fo­nie­ren bedeu­tet nicht auto­ma­tisch Ver­kau­fen. Ein gutes Gespräch muss nicht am Ende einen Abschluss pro­du­zie­ren. Es leis­tet oft etwas viel Wert­vol­le­res – es schafft Klarheit.

Ein ein­zi­ges Tele­fo­nat kann unter ande­rem dazu dienen,

  • den rich­ti­gen Ansprech­part­ner zu identifizieren,
  • einen Kon­takt per­sön­lich kennenzulernen,
  • den tat­säch­li­chen Bedarf und die Situa­ti­on des Unter­neh­mens zu verstehen,
  • einen Lead zu qua­li­fi­zie­ren und einen Ter­min zu vereinbaren,
  • rele­van­te Infor­ma­tio­nen gezielt zu versenden,
  • einen kon­kre­ten Nach­fass­zeit­punkt festzulegen,
  • einen bestehen­den Kon­takt zu reak­ti­vie­ren oder einen ehe­ma­li­gen Kun­den zurückzugewinnen,
  • zusätz­li­che Poten­zia­le bei Bestands­kun­den zu entdecken.

Das Tele­fo­nat macht aus einem anony­men Daten­satz einen tat­säch­li­chen Dia­log. Und die­ser Dia­log ist es, der einen Ver­triebs­pro­zess über­haupt erst steu­er­bar macht.

BANT und ABC: Struktur für gute Gespräche

Im per­sön­li­chen Dia­log las­sen sich Infor­ma­tio­nen erhe­ben, die durch rei­ne Sicht­bar­keit oder digi­ta­le Reak­tio­nen nicht erkenn­bar sind. Damit ein Gespräch dabei nicht ins Belie­bi­ge abglei­tet, hilft eine ein­fa­che Ori­en­tie­rung. Bewährt hat sich das BANT-Prinzip:

Bud­get

Ist grund­sätz­lich ein rea­lis­ti­scher finan­zi­el­ler Rah­men vorhanden?

Aut­ho­ri­ty

Spre­chen Sie mit einem Ent­schei­der, einem Betei­lig­ten oder einem rele­van­ten Multiplikator?

Need

Gibt es einen kon­kre­ten Bedarf, ein Pro­blem oder ein rele­van­tes Ziel?

Timing

Wann könn­te oder soll­te das The­ma umge­setzt werden?

BANT und ABC: Struktur für gute Gespräche

Bud­get

Ist grund­sätz­lich ein rea­lis­ti­scher finan­zi­el­ler Rah­men vorhanden?

Aut­ho­ri­ty

Spre­chen Sie mit einem Ent­schei­der, einem Betei­lig­ten oder einem rele­van­ten Multiplikator?

Need

Gibt es einen kon­kre­ten Bedarf, ein Pro­blem oder ein rele­van­tes Ziel?

Timing

Wann könn­te oder soll­te das The­ma umge­setzt werden?

Wich­tig ist dabei: BANT ist kein star­res Ver­hör­sche­ma. Es geht nicht dar­um, vier Fra­gen mecha­nisch abzu­ha­ken, son­dern im Gespräch zu ver­ste­hen, ob und wie ein Kon­takt sinn­voll wei­ter­be­ar­bei­tet wer­den kann.

Auf die­ser Grund­la­ge las­sen sich Kon­tak­te für die wei­te­re Bear­bei­tung in A‑, B- und C‑Leads einteilen:

A‑Leads

Es besteht ein kon­kre­ter Bedarf, und der Kon­takt ist bereit für eine zeit­na­he Terminvereinbarung.

Nächs­ter Schritt: Ter­min ver­ein­ba­ren und sau­ber vorbereiten.

B‑Leads

Grund­sätz­li­ches Inter­es­se ist vor­han­den, aber der Kon­takt möch­te zunächst Infor­ma­tio­nen erhal­ten, intern Rück­spra­che hal­ten oder braucht noch Zeit.

Nächs­ter Schritt: Rele­van­te Infor­ma­tio­nen ver­sen­den und einen kon­kre­ten Nach­fass­zeit­punkt vereinbaren.

C‑Leads

Aktu­ell besteht kein kon­kre­ter Bedarf oder kein pas­sen­des Timing. Der Kon­takt wird – unter Beach­tung der gel­ten­den recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen – für eine spä­te­re Anspra­che berücksichtigt.

Nächs­ter Schritt: Sinn­voll doku­men­tie­ren und zum pas­sen­den Zeit­punkt erneut prüfen.

Auf die­ser Grund­la­ge las­sen sich Kon­tak­te in A‑, B- und C‑Leads einteilen:

A‑Leads

Es besteht ein kon­kre­ter Bedarf, und der Kon­takt ist bereit für eine zeit­na­he Terminvereinbarung.

Nächs­ter Schritt: Ter­min ver­ein­ba­ren und sau­ber vorbereiten.

B‑Leads

Grund­sätz­li­ches Inter­es­se ist vor­han­den, aber der Kon­takt möch­te zunächst Infor­ma­tio­nen erhal­ten, intern Rück­spra­che hal­ten oder braucht noch Zeit.

Nächs­ter Schritt: Rele­van­te Infor­ma­tio­nen ver­sen­den und einen kon­kre­ten Nach­fass­zeit­punkt vereinbaren.

C‑Leads

Aktu­ell besteht kein kon­kre­ter Bedarf oder kein pas­sen­des Timing. Der Kon­takt wird – unter Beach­tung der gel­ten­den recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen – für eine spä­te­re Anspra­che berücksichtigt.

Nächs­ter Schritt: Sinn­voll doku­men­tie­ren und zum pas­sen­den Zeit­punkt erneut prüfen.

Die unterschätzten Chancen im eigenen Datenbestand

Und damit zu einem Punkt, der in der gan­zen Debat­te um neue Kanä­le regel­mä­ßig unter­geht. Vie­le Unter­neh­men inves­tie­ren fort­lau­fend Zeit und Geld in neue Leads – wäh­rend in ihren eige­nen Daten­ban­ken und CRM-Sys­te­men zahl­rei­che Kon­tak­te schlum­mern, zu denen längst eine Ver­bin­dung besteht:

  • frü­he­re Inter­es­sen­ten und ehe­ma­li­ge Kunden,
  • nicht kon­se­quent nach­ver­folg­te Anfragen,
  • Kon­tak­te, bei denen das Timing damals nicht passte,
  • Ange­bo­te, zu denen es nie eine abschlie­ßen­de Rück­mel­dung gab,
  • Teil­neh­mer frü­he­rer Veranstaltungen,
  • lang­jäh­ri­ge Bestands­kun­den und Ansprech­part­ner, deren Zustän­dig­keit sich ver­än­dert hat.

Die­se Kon­tak­te gehö­ren nicht nur gespei­chert, son­dern regel­mä­ßig geprüft, prio­ri­siert und per­sön­lich ange­spro­chen. Denn ein Kon­takt, bei dem vor zwölf oder acht­zehn Mona­ten kein Bedarf bestand, kann heu­te vor einer völ­lig ande­ren Situa­ti­on ste­hen. Märk­te ver­schie­ben sich, Bud­gets wer­den neu ver­teilt, Ver­ant­wort­lich­kei­ten wech­seln, neue Pro­ble­me entstehen.

Das gilt aus­drück­lich auch für Bestands­kun­den. Sie soll­ten nicht nur dann einen Anruf bekom­men, wenn ihnen etwas ver­kauft wer­den soll. Ein per­sön­li­ches Gespräch hilft, Ver­än­de­run­gen früh­zei­tig zu erken­nen, neue Bedar­fe zu ver­ste­hen, Unzu­frie­den­heit wahr­zu­neh­men, bevor gekün­digt wird, zusätz­li­che Ein­satz­mög­lich­kei­ten zu iden­ti­fi­zie­ren und Emp­feh­lun­gen anzustoßen.

Die Kon­se­quenz ist unbe­quem, aber loh­nend: Ihre nächs­ten Auf­trä­ge lie­gen mög­li­cher­wei­se nicht in einer neu ein­ge­kauf­ten Lead­lis­te, son­dern bereits in Ihrem eige­nen CRM.

Reak­ti­vie­rung bedeu­tet dabei nicht, alte Lis­ten wahl­los abzu­te­le­fo­nie­ren. Sie bedeu­tet, vor­han­de­ne Kon­tak­te intel­li­gent aus­zu­wäh­len, einen rele­van­ten Gesprächs­an­lass zu ent­wi­ckeln und per­sön­lich zu klä­ren, was sich seit dem letz­ten Aus­tausch ver­än­dert hat.

Die Haltung von ComCare 360

An die­ser Stel­le ist Trans­pa­renz ange­bracht, denn Com­Ca­re 360 hat zu die­sem The­ma eine kla­re Posi­ti­on – aber eine ande­re, als man viel­leicht ver­mu­tet. Com­Ca­re 360 setzt nicht erst auf­grund eines aktu­el­len Lin­ke­dIn-Trends auf tele­fo­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on. Das Unter­neh­men ver­bin­det seit vie­len Jah­ren unter­schied­li­che Kanä­le mit per­sön­li­chem Dia­log zu durch­dach­ten Kampagnen.

Geschäfts­füh­rer Ingo Mar­ggraf ist dabei aus­drück­lich kein Ver­fech­ter eines rein tra­di­tio­nel­len Tele­fon­ver­triebs. Im Gegen­teil: Er denkt tech­no­lo­gie­of­fen und in Kam­pa­gnen und beschäf­tigt sich seit vie­len Jah­ren mit dem Zusam­men­spiel von Mar­ke­ting, Ver­trieb, Daten und Tech­no­lo­gie. Er hat Mul­tich­an­nel-Soft­ware­an­bie­ter und Agen­tu­ren mit auf­ge­baut und war früh im digi­ta­len Mar­ke­ting aktiv, unter ande­rem im Umfeld des Bun­des­ver­bands Digi­ta­le Wirt­schaft und des E‑Mail-Mar­ke­tings.

Die Hal­tung dahin­ter lau­tet des­halb nicht „Zurück zum Tele­fon und weg von den neu­en Kanä­len“. Sie lau­tet: Nut­zen Sie alle sinn­vol­len Kanä­le – aber ver­ges­sen Sie nicht, an den ent­schei­den­den Stel­len Men­schen mit­ein­an­der ins Gespräch zu bringen.

Ent­schei­dend ist nicht, wel­cher Kanal gera­de auf Lin­ke­dIn gehypt wird. Ent­schei­dend ist, wel­cher Kanal an wel­cher Stel­le des Pro­zes­ses die größ­te Wir­kung ent­fal­tet. Neue Tech­no­lo­gien wer­den dort genutzt, wo sie Pro­zes­se bes­ser, schnel­ler und intel­li­gen­ter machen. Der Mensch kommt dort ins Spiel, wo Ver­trau­en, Ver­ständ­nis und Ver­bind­lich­keit ent­ste­hen müssen.

Sichtbarkeit schafft Reichweite. Gespräche schaffen Geschäft.

Das Tele­fon erlebt im B2B-Ver­trieb kein Come­back – weil es in einem pro­fes­sio­nel­len Ver­triebs­sys­tem nie wirk­lich ver­schwun­den war. Es wur­de nur eine Zeit lang lei­ser bespro­chen als die glän­zen­de­ren digi­ta­len Kanäle.

Lin­ke­dIn, Con­tent, E‑Mail, KI und Auto­ma­ti­on sind wert­vol­le Bestand­tei­le moder­ner Kam­pa­gnen. Sie erset­zen aber nicht den per­sön­li­chen Dia­log. Erst wenn aus Auf­merk­sam­keit ein kon­kre­ter Kon­takt, aus einem Kon­takt ein qua­li­fi­zier­ter Lead und aus einem Lead ein ver­bind­li­cher nächs­ter Schritt wird, ent­steht ein Ver­trieb, den Sie tat­säch­lich steu­ern kön­nen – statt ihn dem Zufall zu überlassen.

Viel­leicht ist die ehr­lichs­te Fra­ge an den eige­nen Ver­trieb also nicht, wel­chen neu­en Kanal man als Nächs­tes aus­pro­biert. Son­dern: Ist unser Ver­trieb ein steu­er­ba­rer Pro­zess – oder pos­ten und ver­sen­den wir vor allem und hof­fen anschlie­ßend auf Reak­tio­nen? Wann haben wir zuletzt frü­he­re Inter­es­sen­ten sys­te­ma­tisch kon­tak­tiert? Und wie vie­le Chan­cen lie­gen gera­de unbe­ar­bei­tet in unse­rem CRM?

💡 Key Takea­ways
Das Tele­fon war im pro­fes­sio­nel­len B2B-Ver­trieb nie weg – es wird gera­de nur laut­stark „wie­der­ent­deckt“.
Sicht­bar­keit über Lin­ke­dIn, Con­tent und Out­reach ist wert­voll, aber allein noch kein Ver­trieb. Ohne Fort­set­zung bleibt es „Post and Pray“.
Kein Kanal ist das All­heil­mit­tel. Das Tele­fon ist an ent­schei­den­den Punk­ten das Bin­de­glied zwi­schen digi­ta­ler Auf­merk­sam­keit und ech­ter Geschäftsbeziehung.
Ein gutes Tele­fo­nat ver­kauft nicht zwangs­läu­fig – es qua­li­fi­ziert, prio­ri­siert (BANT, ABC) und legt einen kla­ren nächs­ten Schritt fest.
Ihre nächs­ten Auf­trä­ge lie­gen oft nicht in einer neu­en Lead­lis­te, son­dern bereits in Ihrem eige­nen CRM.

Genug über das Telefon gesprochen. Wenden wir die Theorie doch gleich einmal praktisch an:

Sie errei­chen uns unter ☎️ +49 4102 7788770

Oder Sie nut­zen unser Kon­takt­for­mu­lar und tei­len uns mit, wann wir Sie anru­fen dürfen.

https://comcare360.de/kontakt/